zum Schmunzeln

aus den Zwanzigern:

… Am Ende meines Berichtes angelangt, möchte ich im Namen des Vorstandes an alle diejenigen Sangesbrüder die Bitte richten – und vor allen Dingen an einige Meistersöhne – die
in letzter Zeit die Übungsstunden stark vernachlässigten, sich wieder pünktlich zur Singestunde einzufinden, damit wir jederzeit in der Lage sind, etwas Gutes und Fruchtiges zu
leisten.

Neue Noten

… Vom Liederverein sind dem Verein 40 alte Singbücher angeboten worden zum Preis von 1,85 Mark. Sangesbruder R. bringt zur Sprache, dass neue Bücher 4,50 Mark kosten.
Sangesbruder H. schlägt vor, an den Liederkreis heranzutreten und ihnen 1,25 Mark je Buch zu bieten. Dann kaufen wir.

Nachtrag zum Rechenschaftsbericht

Die lockenden Düfte und Farben der Riesenportionen für Gewiegtes und Aufschnitt, von der Vereinskasse gestiftet, lassen sämtliche Gewässer im Munde zusammenlaufen und der
Weinbrand leuchtet golden. – Der Vorsitzende wünscht uns guten Hunger!

aus den Sechzigern:

Ja, ja, der Alkohol

… im Juni Autopartie nach Eibau-Neugersdorf. Der erste Haltepunkt war der Sächsische Hof, wo (…) uns ein Fass Freibier gespendet wurde, welches natürlich sachgemäß
ausgeleert wurde.

Von hier aus ging es nach dem Kaffee Nordpol. Das Wetter war nicht gerade günstig, es regnete den ganzen Tag. Je mehr wir von oben nass wurden, desto mehr wurden wir auch
von innen nass. So mancher lief dann vierhändig und einer sogar auf der Nase.

von übergestern:

Der böse Chorleiter

Bei den Weihnachtsproben 2010 musste der 1. Tenor bei der Weise „Stille Nacht, heilige Nacht“ mehrfach den Mittelteil wiederholen, was unseren Sänger R. zu der
außerordentlichen Bemerkung veranlasste: „Lieber Chorleiter! Du hast doch gesagt, die Hauptsache ist, dass der erste und letzte Ton stimmen! – Also lass uns ruhig weitersingen!“

Sch…. (on wieder) Englisch

Sangesfreund K. aus dem ersten Bass, der ein besonderer „Verfechter“ (=Feind; der Verfasser) englischer Texte ist, ließ seinen Wünschen bezüglich der Zukunft freien Lauf indem er zum Text von New York, New York einwandte: „Nächstes Jahr zum Konzert mit den DONKOSAKEN freue ich mich schon auf die russischen Texte wie >Kalinka<. Die beherrsche ich!!!“

Plausch vor der Singstunde (2016)